Pokhara: entspannt unentspannt

Pokhara, 6.4. – 10.4.

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Der Himalaya Trek hat nicht direkt geschlaucht, lediglich die Knie fühlten sich etwas überstrapaziert an. Vielmehr war er erholsam, trotz der Anstrengung. Der Kopfwar frei, frei von Sorgen, alles ist soweit weg, und alle Sorgen wurden relativ.

Doch es war ein tougher Trek – dem waren wir uns bewusst – und wir freuten uns auf Tage mit fliessend Wasser, warmen Wasser, Massagen, etwas Luxus wie Internet und abwechslungsreichere Küchen. Und vor allem auf auch neue Klamotten, und darauf unsere geschundene, stinkende Wanderklamotte endlich ma „professionell“ reinigen zu lassen.

Wir wollten ein sauberes Hotel und einige entspannte Tage am See geniessen, etwas shoppen gehen, viel essen und viel relaxen…. Der Swimming Pool war leider nich erschwinglich, aber immerhin bekamen wir in einem sauberen schönen Hotel die „Honeymoon“-Suite. Komplett in Pink, vom Balkon bis zum Badezimmer – trotzdem sehr gemütlich. Und Internet, endlich, Kontakte und Zivilisation , nur umzu bemerken, dass zwischenzeitlich nichts passiert ist, und wir auch wieder ziemich schnell genervt waren von der ungewohnten Reizüberflutung.

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Man muss ehrlich gestehen, die Tage in Pokhara waren seltsam. Es war immer extrem neblig, wenn nicht versmogt, wir hatten nicht einmal mehr Blick auf den Himalaya. Paragliden hätte keinen Sinn gehabt. Selbst vom Ruderboot auf der Mitte des Sees hatte man Probleme noch das Ufer erkennen zu können. Es enttäuschte irgendwie sehr, wir hatten mit gemütlichen Sonnentagen gerechnet, aber auf das Wetter hat man eben keinen Einfluss.
Noch dazu haben wir es die ersten Tage nicht hinbekommen die müden Knochen richtig zu entspannen. Wir wachten aus Gewohnheit jeden Morgen um 6 auf und konnten nicht mehr schlafen. Die nächste Odysee war die Suche nach einer Massage, die zwar in Nepal ein Witz kostet und an jeder Ecke angeboten wird, aber es ist nahezu unmöglich sich als Mann von einer Frau massieren zu lassen. Der Kompromiss wurde schliesslich in blinden Masseuren gefunden, wobei meine Sportmassage nur schmerzhaft war, während Tabea in den 90 Minuten während ihrer „Relaxation“ Massage fast eingeschlafen ist…

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Immerhin das Essen war gut, und Shopping erfolgreich. Tabea hat das Juds’sche Spartalent gewinnbringend eingesetzt und die Nepalesen fast bis an ihre Existenzgrenzen runtergehandelt. Unter anderem hat sie es geschafft, sich für ihren alten, völlig kaputten Rucksack noch 2000 Rupees (20 €) bezahlen zu lassen und einen Neuen auf 2500 Rs (25 €) runterzuhandlen. Ganze 5 Euro für 3 Jahre alten Schrott gegen einen neuen guten Trekking-Rucksack; Respekt!

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Letztlich hatten wir noch eine gemütliche Zeit und doch hat Phokara enttäuscht. Wahrscheinlich kann jeder Ort nach dem Himalaya nur enttäuschen. Und es ist auch sicher eine schöne entspannte Stadt,wenn man sie zu Gesicht bekommt, und sie nicht im Nebel versinkt.
Wir freuen uns auf auf jeden Fall auf die Weiterreise und auf Kathmandu – Stadt der Tempel, Stadt Gottes, Kulturhauptstadt, Chaosstadt…..

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