La Favela Modellshoot

La Favela –  Seminyak, Bali 16.6.

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Unser Bingin Aufenthalt hatte günstige Nebeneffekte: Tabeas Modelentdeckung. Der große Durchbruch. Wer braucht schon Germanys Next Topmodel, wenn man auf Bali gleich 3 Millionen mit dem ersten Auftrag verdienen kann. Die italienische Mutti aus dem Homestay Stiky 2, entwirft Sommermode unter dem Labelnamen LAKRA und verkauft diese in drei Shops auf Bali, auf Teneriffa und in Hossegor, Frankreich.

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Sie sprach Tabea an, als wir gerade vom surfen wiederkamen, triefend nass sagte sie nur: „Im not a Model, i cannot do this.“ Die frische Schürfwunde am Schienbein blutete noch etwas, das hellrote Sekret suchte sich seinen Weg entlang der anderen Narben, bis zum Fuss hinunter. Dazu ein starker Bikiniabdruck über die Wochen. Wohl nicht die besten Ausgangsbedingungen für ein edles Shooting. Ana war es egal und sie bot Tabea auch gleich ein Rekordhonorar an. Tabea sagte zu, und betonte es auch gerne umsonst zu machen. Aber durch den ersten Job Millionärin zu werden kam uns auch ganz recht, nach 10 Monaten Arbeitslosigkeit.

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Das Shooting fand am drauffolgenden Samstag morgen statt, weshalb wir uns am Freitag in Begleitung von Lenny und unter Kollonnenführung von Mateo, dem verrückten Italiener, durch den Freitag Abend Rushhour-Terrorpsycho-Verkehr mit vollen Gepäck (Boardbags, Rucksäcke, Lenny auf einem unserer Scooter, wir zu zweit auf dem anderen) schlängelten.

Ana hat uns eingeladen bei ihr im Haus in Seminyak zu wohnen über das Wochenende. Ein schönes großes Haus mit Pool, zwischen Seminyak und Canggu, mit Open Air Küche und Wohnbereich. Dazu eine Art Open Haus, neben Ana wohnten ihre Vertriebsleiterin Mariana, ein spanisches Pärchen, ein arbeitsloser spanischer Koch und noch 2,3 Halunken im Haus, von denen man nie so genau wusste wo sie denn überhaupt schlafen. Die nette und trinkfreudige Atmosphäre lud mich und Lenny auch gleich zum gemeinsamen Feiern mit der Italo-Iberischen Gesellschaft ein. Gemeinsames Abendessen noch mit Tabea, bevor das Model früh ins Bett gesteckt wurde um auch ja genügend Schönheitsschlaf zu bekommen. Danach ging es weiter zum gemeinsamen Vorglühen bei Mateo, wo die Gesellschaft nochmal um 15 Leute anwuchs. Mateo machte seinem Italo-Macho Charme alle Ehre und liess sich keine Möglichkeit entgehen, seine Herkunft hervorzuheben oder unsere herunterzuspielen: „Yeah, only Germans drink that like that, Italians would never do that!“ Weiter ging es zur Strandparty in „La Plancha“. Gute Party, weniger gute Musik und nach einigen Runden Bintang schafften Lenny und ich es gegen 5 Uhr auch nach Hause. Kurz beim ins Zimmer stolpern Tabea geweckt und ihr betrunken versprochen auf jeden Fall am nächsten Morgen um 8 Uhr beim Shooting dabei zu sein, um schliesslich auch unseren wohlverdienten Schönheitsschlaf zu bekommen. Ich erwachte um 11.

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Tabea hatte bereits um 7.30 das Haus verlassen, und sich gemeinsam mit Mariana auf einen Roller zum Fotoshooting begeben. Dort war leider erstmal warten angesagt, da das andere Model mit klassischer Modelattitüde eine Stunde zu spät kam. Die Stunde drauf wurde in der Maske verbracht. Gefühlte 10 Schichten und 1,5 Kilo Makeup später wurde das erste Kleid angezogen und das Shooting konnte beginnen.

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Das wirklich besondere war die Location. „La Favela“ in Seminyak, ist ein neuer Nachtclub/Bar/Restaurant, was irgendwann in den nächsten Monaten eröffnen soll. Es ist ein großer Gebäudekomplex aus ursprünglich drei Stadthäusern mit Innenhof, bis zu vier Stockwerken, der komplett entkernt wurde. Seit mehr als 1 1/2 Jahren wird inzwischen daran gearbeitet. Aus dem Pool im Innenhof wurde Holzterrassen über einem künstichen See mit Kois und Springbrunnen aus Giesskannen. Der Hof ist eine grüne Oase und auch innerhalb der Räume wurde der eine oder andere Baum in den Boden gefplanzt. Es erinnert fast wie eine auf Räume verteilte Bar 25. Jeder Raum ist anders aber extrem detaillreich. Krempel aus der ganzen Welt, Antiquitäten und verzierte Wände, alles per Handarbeit und mit einem Auge für Kompositionen und Details erstellt. Wie eine Favela soll man sich durch die vielen Treppen und Durchgänge verlaufen können und immer in verschiedenen Wohnungen rauskommen. Passend dazu sollte auch auf dem Dach eine 6 m hohe Christusstatue installiert werden, die aber aufgrund muslimischer Bewohner als feindlich angesehen werden würde und daher einen neuen Platz finden muss. Bin gespannt, wie die Tage und Nächte in „La Favela“ aussehen, sobald sie für die Massen geöffnet ist. Für das Fotoshooting war es auf jeden Fall ideal und extrem abwechslungsreich. Man hätte sonst wahrscheinlich 4-5 verschiedene Locations anfahren müssen, um die selbe Vielfalt zu bekommen.

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Als ich endlich um 12 nach einiger Suche mit Lenny auf dem Shooting aufkreuzte wurde Tabea gerade mittels Perücke in eine elegante Dunkelhaarige (für mich Kleopatra-Verschnitt) verwandelt. Dazu gab es Higheels, zum ersten Mal für Tabea in ihrem Leben. 18 cm, Sie überragte mich fast um einen ganzen Kopf, stellte sich aber erstaunlich trittscher für ihren sonst in Flipflops tolpatschigen Gang an.

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Der Modellfreund ist das männliche Pendant zur Spielerfrau. Etwas verkatert aufgekreuzt, ein bisschen Frühstück und einen Kaffee erschnorrt, das Model abgelenkt, bis ich den Raum verlassen musste, und schliesslich beim großen Catering ordentlich zugeschlagen. So ein Essen gibt es hier nicht jeden Tag: Schrimpcocktail, Bruscetta, Tuna Carpaccio, Burger, Meeresfrüchte etc. etc… Das zweite Model wieder mit Modellattitüde jede Kalorien gezählt, nur hier da mal genascht, und wahnsinnig oberflächliche, langweilige Modellsprüche von sich gegeben. aber immerhin geht sie 6 mal die Woche ins Fitnessstudio und kann auch richtig geil arrogant gucken.

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Tabea, froh dass es vorbei war, hat erstmal ordentlich beim Buffet zugeschlagen und bekam zum Abschluss noch ein Kleid geschenkt. Wie es sich für ein Model als würdigen Abgang gehört, wurde sie dann auch nach Hause chauffiert. Zu dritt auf einem Roller, bei 35 grad und Stau, da wir beiden verkaterten Doofköppe verplant haben am morgen mit zwei zu fahren.

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