Colombo und Kandy, Tuk Tuk und Curry

Colombo – Kandy, 11.7. – 12. 7

Urlaub mit Bine

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Nach 2 Monaten Bali wird es Zeit für einen Tapetenwechsel. Und weil das Flugticket nach Sri Lanka so günstig war, beschlossen wir diese Insel als letzten Stop Over der Weltreise zu besuchen. Glücklicherweise hat sich die Bine bereit erklärt, uns für 2 Wochen dort zu begleiten. Für eine Nacht in Colombo, Hostel Check Inn eingecheckt, tauschten wir vertrautes King Size Bed gegen Stockbett ein und erlebten endlich mal wieder Backbackerfeeling. Ungewohntes Organisieren und Planen endete im puren Stress. Wie reisen wir mit zwei Surfbrettern am Besten und Bequemtesten weiter? Nachtbus direkt nach Arungambay, welches 350km östlich von Colombo an der Küste liegt? Oder doch lieber Zugfahren nach Kandy am nächsten Morgen? Die Busüberlegung hat sich als unnötig erwiesen, da die Bine nach 2h Verspätung erst nachts im Hostel ankam. Nach weiterer endloser Diskussion haben wir beschlossen, am nächsten Morgen um 7Uhr den Zug nach Kandy zu nehmen. Der Transport mit 2 Boardbags war komplizierter als gedacht, da es weder grössere Kombitaxen gab, noch hatten die Tuk Tuks Dachgepäckträger. 2 Bretter in ein Tuk Tuk zu quetschen samt 3 Insassen ist unmöglich, deswegen benötigten wir zwei Tuk Tuks zum Bahnhof. Tickets gab es nur noch für die upper first Class oder eben noch für die 3.Klasse, welche für uns definitiv nich in Frage kam. Zu viele Menschen sitzen gequetscht auf Holzbänken bzw. stehen dicht gedrängt bei 30Grad stundenlang. Die erhoffte schöne Zugstrecke stellte sich als weniger imposant heraus. Zwar ist die Aussicht mit Berghängen und Tälern wunderschön, aber nicht unbedingt anders als wenn man mit der Zahnradbahn zur Zugspitze fährt.
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Angekommen in Kandy ging das vertraute Chaos los. Jeder Taxi- und Tuk Tuk Fahrer kämpft um seine Kundschaft, und erhofft sich Provision von den Hotels, wenn sie Touristen mitbringen. Bine mit ihrem Sri Lanka Guide Book konnte uns dabei auch nicht weiterhelfen. Letztlich in einem Guesthouse eingecheckt, nähe See, mit drei Betten und sauberen Bad. Erstmal die Stadt auskundschaften.
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Kandy ist die kulturelle Hauptstadt der Insel. Die Altstadt liegt direkt an dem kleinen Kandy Lake und ist berühmt für ihren Tempel mit der heiligen Zahnreliquie Buddhas. Für die Singhalesen ist dies die heiligste Stätte der Insel. Durch eine Bombe der LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) wurde der Tempel 1998 beschädigt, weswegen die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt wurden und jeder Besucher durchsucht wird. Zum ersten Mal wird uns bewusst, dass der Krieg zwischen den Singhalesen und den Tamilen erst 2009 beendet wurde, nachdem er über 26 Jahre das Land beherrscht hatte. Leif und Bine besuchten den Tempel, konnten den Zahn leider nicht sehen, da er sich in einer goldenen Dagoba befindet. Ich sass lieber am See und liess mich von Einheimischen das beliebte Cricket Spiel erklären. Wir hatten mal wieder Glück und die Sonne lies die Stadt im schönsten Licht leuchten. Geschäftiges Rumtreiben auf Strassenmärkten und haufenweise Tuk Tuks liesen mich an Kathmandu in kleinerer Ausführung erinnern. Der Hunger führte uns in ein lokales Restaurant, wo wir die einzigen Touristen waren. Das erste gemeinsame Curry war rückblickend das Schärfste, welches ich je gegessen hatte. Jeder kriegt einen Teller mit einem Reishaufen, der locker für 2 Personen gelangt hätte. Im Reis versteckt ist ein hart gekochtes Ei. Dazu werden in Schälchen verschiedene Curries serviert, eins schärfer als das andere. Was auf gar keinen Fall fehlen darf ist Chutney und Sambol, geraspelte Kokosnuss, welche mit Chilis gewürzt wird. Höllisch gut. Bine beschloss mehr die Plain Rice Variante zu essen, da es ihr einfach zu scharf war.
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Abends lockte uns das Angebot einer typischen Tanzeinlage, welches ultra touristisch war und uns dennoch amüsierte. Wirbelnde Tänzer in Cobra und Gefiederkostümen sind eigentlich keine Kandy-Tradition, sondern dienen der Unterhaltung des Publikums. Auch überzeugte uns der Mann, der über heisse Kohlen lief, durch rhythmisch-aus-dem-Takt-tanzenden Bewegungen. Ein weiteres Highlight der Stadt war das berühmte Helga´s Folly. Das Horrorhotel ist eine Mischung aus Hotel, Kunstgalerie und Surrealismus. Wir schauten auf einen Drink vorbei und waren fasziniert von dem ausgefallenen und außergewöhnlichen Ambiente. Schaut man hinter all dem Schnick Schnack, erkennt man wie detailgetreu und liebevoll die Besitzerin das Haus eingerichtet hat.


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Am nächsten Tag bekam ich endlich die Gelegenheit mit Bine ein bissche shoppen zu gehen. Allerdings machte sich bei mir das nicht ganz so hygienische Frühstück bemerbar und ich war froh, als die Weiterreise via Zug zum Adams Peak losging.
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